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Übung und Ausbildung

Großübung Wasserversorgung unter realistischen Bedingungen erfolgreich abgesichert

FF Kleinraming zur Übersicht

Bei der Pflichtbereichsübung des Pflichtbereichs St. Ulrich stand am Freitag, 24. April, ein besonders anspruchsvolles Übungsobjekt im Mittelpunkt. Die von der FF Kleinraming organisierte Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig abgestimmte Zusammenarbeit, sichere Pumpenstandorte und eine funktionierende Relaisleitung bei abgelegenen Objekten sind.

Als Übungsobjekt diente das Anwesen Kohleis, ein abgelegenes Wohngebäude mit kleinem Wirtschaftsteil. Schon die Rahmenbedingungen machten rasch klar, dass hier eine besonders praxisnahe Übung bevorstand: Die Zufahrtsstraße ist schmal, die Platzverhältnisse für die Einsatzfahrzeuge begrenzt und auch die Löschwasserversorgung stellt hohe Anforderungen an Planung und Durchführung.

Gerade deshalb wurde dieses Objekt ganz bewusst gewählt. Im Bereich der Relaisleitungsführung hatte es Änderungen gegeben, weshalb die neu berechneten Pumpenstandorte unter realen Bedingungen überprüft und abgesichert werden mussten. Ziel war es, die Wasserversorgung in der Praxis so durchzuspielen, wie sie im Ernstfall tatsächlich erforderlich wäre.

An der Übung beteiligt waren die Feuerwehren Ebersegg mit zwei Fahrzeugen, St. Ulrich mit zwei Fahrzeugen und Kleinraming mit drei Fahrzeugen. Gemeinsam wurde eine längere Zubringerleitung aufgebaut und die Wasserversorgung über mehrere Standorte hinweg sichergestellt. Die Bilder der Übung zeigten eindrucksvoll, wie umfangreich die Leitungsführung durch das Gelände verlief und wie präzise die einzelnen Abschnitte aufeinander abgestimmt werden mussten.

Besonders realistisch wurde die Übung durch den Ausfall einer Tragkraftspritze aufgrund eines technischen Defekts. Im Übungsablauf wurde diese Situation konsequent abgearbeitet und durch den Austausch der betroffenen Pumpe bewältigt. Gerade solche Zwischenfälle machen den hohen Wert einer derartigen Übung aus, denn sie zeigen unter realitätsnahen Bedingungen, ob Reserven, Abläufe und Zusammenarbeit auch dann funktionieren, wenn nicht alles nach Plan verläuft.

Schlussendlich konnte die benötigte Wassermenge erfolgreich gefördert werden. Damit wurde nicht nur das Übungsziel erreicht, sondern auch die angepasste Löschleitung für dieses Objekt bestätigt und neu in die Planung übernommen.

Ein herzlicher Dank gilt den beiden Kameraden BI Alexander Mattausch und BI Samuel Aigner für die Ausarbeitung und Organisation der Übung. Ebenso bedanken wir uns bei den Hausbesitzern für die Möglichkeit, die Übung auf ihrem Objekt durchzuführen. Auch Bürgermeisterin Annemaria Wolfsjäger war vor Ort und machte sich ein Bild von der Schlagkraft und Zusammenarbeit der eingesetzten Feuerwehren.

Die Übung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig gemeinsames Trainieren über Ortsgrenzen hinweg ist. Nur durch regelmäßige, realitätsnahe Übungen können Einsatzabläufe gefestigt und die Sicherheit für die Bevölkerung weiter verbessert werden.