FF Kleinraming zur Übersicht
Ein versiegter Hausbrunnen führte am Nachmittag zu einem Wassertransport in den entlegensten Bereich des Gemeindegebiets. Am Abend trainierte die FF Kleinraming mit Schwimmsauger und Löschrucksäcken gezielt für Vegetationsbrände unter trockenen Bedingungen.
Die anhaltende Trockenheit zeigte am Dienstag, 8. September, gleich in zwei unterschiedlichen Bereichen, welche Herausforderungen sie für Bevölkerung und Feuerwehr mit sich bringt.
Um 15:02 Uhr wurde die FF Kleinraming telefonisch zu einem Wassertransport nach Ebersegg gerufen. Beim am weitesten abgelegenen Wohnobjekt des Gemeindegebiets war der hauseigene Brunnen versiegt. Die Zufahrt führte über längere Strecken über schmale Forststraßen und verlangte eine entsprechend vorsichtige Anfahrt mit unserem wasserführenden Rüstlöschfahrzeug. Vor Ort wurde die Brunnenanlage mit 2.000 Litern Wasser befüllt; mehr konnte der betonierte Brunnen nicht aufnehmen. Zwei Mitglieder standen bis 16:30 Uhr im Einsatz.
Nur wenige Stunden später stand dieselbe Trockenheit im Mittelpunkt der Abendübung. Die von OBI Christian Wimmer und Zugskommandant Alex Mattausch ausgearbeitete und geleitete Übung umfasste einen umfangreichen theoretischen Teil und zwei praktische Schwerpunkte. Zunächst errichtete die Mannschaft eine Zubringleitung und nahm Wasser aus einem Bach auf. Dabei kam der neu angeschaffte Schwimmsauger zum Einsatz. Er ermöglicht auch bei niedrigem Wasserstand eine Wasserentnahme nahe der Oberfläche – eine wichtige Ergänzung, wenn herkömmliche Saugstellen aufgrund der Trockenheit nicht mehr ausreichend nutzbar sind.
Im zweiten Übungsteil wurde die Bekämpfung eines angenommenen Vegetationsbrandes mit Löschrucksäcken trainiert. Die verwendeten Rucksäcke waren für diese Übung vom Waldbrandstützpunkt ausgeliehen. Die FF Kleinraming hat bereits eigene Geräte angekauft und bestellt, damit diese einfache und wirkungsvolle Möglichkeit zur gezielten Abgabe kleiner Wassermengen künftig auch bei uns zur Verfügung steht.
Rund 20 Personen folgten der Übungseinladung und konnten die Maßnahmen nach der theoretischen Einführung intensiv in der Praxis erproben.
Die Verbindung aus realem Einsatz und abendlicher Ausbildung machte deutlich, wie unmittelbar sich die anhaltende Trockenheit auf die Löschwasserversorgung und die Einsatzvorbereitung auswirkt. Gerade in entlegenen Bereichen und bei niedrigen Wasserständen sind angepasste Technik, geeignete Ausrüstung und regelmäßiges praktisches Training entscheidend.