Eine aufwendige Tierrettung forderte die Feuerwehr Kleinraming am 24. September: Vier ausgewachsene Rinder waren durch den Spaltenboden eines Stalls in eine Güllegrube gestürzt. Auf engstem Raum waren behutsames Vorgehen, landwirtschaftliches Gerät und die unterschiedlichen Fähigkeiten der Mannschaft gefragt.
Alle vier Rinder konnten lebend gerettet werden: Mit vereinten Kräften gelang es der Feuerwehr Kleinraming am 24. September 2026, die Tiere innerhalb von rund zwei Stunden aus ihrer schwierigen Lage zu befreien.
Gegen 08:00 Uhr war Kommandant ABI Jürgen Schwödiauer telefonisch über den Notfall in einer Kleinraminger Stallanlage informiert worden. Er verständigte über Funk die Landeswarnzentrale, die daraufhin Sirenenalarm für die Feuerwehr Kleinraming auslöste. Ab 08:12 Uhr standen 18 Einsatzkräfte mit dem Rüstlöschfahrzeug und dem Kleinlöschfahrzeug im Einsatz.
Bei der Lageerkundung bestätigte sich, dass vier ausgewachsene Rinder durch den Spaltenboden in die darunterliegende Güllegrube eingebrochen waren. Die beengten Verhältnisse im Stall und der schmale, an die Stallbox angrenzende Schacht erschwerten den Zugang zu den Tieren erheblich. Zur Unterstützung wurden Feuerwehrmitglieder mit landwirtschaftlichem Gerät hinzugezogen. Ein Teleskoplader und ein Hoftrac kamen zum Einsatz.
Die Mannschaft schuf eine Arbeitsöffnung, um den Zugang zu verbessern und die Tiere bestmöglich mit Frischluft zu versorgen. Mit den verfügbaren Geräten wurden die Rinder behutsam aus dem Schacht gehoben. Die erfolgreiche Rettung des ersten Tieres zeigte einen Weg auf, der schließlich auch die Befreiung der drei weiteren Rinder ermöglichte.
Besonderes Augenmerk galt während der gesamten Arbeiten der Eigensicherheit. Zahlreiche offene Stellen bargen Absturzgefahr. Zudem mussten die Einsatzkräfte mögliche unkontrollierte Bewegungen der schweren Tiere berücksichtigen, deren Reaktionen in dieser außergewöhnlichen Situation schwer einzuschätzen waren.
Nach ihrer Rettung wurden die vier Rinder in einen abgesperrten Freibereich geführt, wo sie sich von den Strapazen erholen konnten. Für die Mannschaft folgten umfangreiche Reinigungsarbeiten an Schutzbekleidung und Geräten. Um 12:00 Uhr war der Einsatz beendet.
Die Tierrettung zeigte, wie wichtig neben Ausbildung und Ausrüstung auch Hausverstand, praktische Erfahrung und die unterschiedlichen Fähigkeiten der Feuerwehrmitglieder sind. Gerade außergewöhnliche Einsatzlagen verlangen angepasste Lösungen, die gemeinsam entwickelt und mit Bedacht umgesetzt werden.